museum-digitalsachsen

Close

Search museums

Close

Search collections

GRASSI Museum für Angewandte Kunst Antike bis Historismus [1908.225]

Kästchen

Kästchen (Grassi Museum für Angewandte Kunst CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Grassi Museum für Angewandte Kunst / Christoph Sandig (CC BY-NC-SA)

Description

Der Kern dieses in der Form einer Dachtruhe gestalteten Kästchens besteht aus Holz, das zunächst mit einer Zinnfolie verkleidet und anschließend mit plastischen Zierelementen aus dem gleichen Metall beschlagen wurde. Schloss und Tragebügel deuten auf die ursprüngliche Verwendung als Schmuck- oder Dokumentenkästchen hin. Die Zinnbeschläge bestehen jeweils aus einem rechteckigen Rahmen, in dem sechs Ritter unter gotischen Spitzbögen stehen. Ähnlich wie die im Mittelalter weit verbreiteten Pilgerzeichen sind auch diese Ornamente in Modeln gegossen worden und konnten so in großer Stückzahl angefertigt werden.
Kostbare Kästchen gelangten häufig als fromme Stiftungen in Klöster und Kirchen, wo sie zur Aufbewahrung von Reliquien oder anderer geweihter Gegenstände verwendet wurden. Da seit dem 9. Jahrhundert den Kirchgemeinden neben Edelmetallgegenständen auch die Nutzung von solchen aus Zinn gestattet war, könnte auch unser Stück eine sakrale Funktion gehabt haben.
Herkunft: norditalienisch

Ankauf 1908. Ehemals Sammlung Eduard Kahlbau, Stuttgart.

Material / Technique

Reliefzinn auf Holz

Measurements ...

Höhe: 15,0 cm, Breite: 24,7 cm, Tiefe: 13,5 cm

Created ...
... when [about]

Literature ...

Tags

[Last update: 2017/12/14]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.