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Astrawerke AG

Wikipedia über Wilhelm Nicolaus Dannhof (1870-1955) enthält einen Abschnitt über Astrawerke; "Dannhof war mit seiner Familie Großaktionär der Astrawerke AG in Chemnitz, die im Jahre 1921 von John E. Greve gegründet worden war. Greve und die Familie Dannhof waren jeweils mit dem gleichen Kapital an dem Unternehmen beteiligt. Die Astrawerke galten ab 1929 als Marktführer für die Herstellung von Rechen- und Buchungsmaschinen in Europa. Im Jahr 1938 hatte das Unternehmen eine Belegschaft von 1.800 Mitarbeitern. Im Zweiten Weltkrieg beteiligte sich die Astra an der Rüstungsproduktion; in ihrem Werk II hatte die Firma bereits 1937 die "Fabrikation von komplizierten Waffenteilen" aufgenommen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden häufig Insassen von Konzentrationslagern zur Zwangsarbeit in die Astrawerke verfrachtet, so wurde das Betriebsgelände zu einem Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Am 1. Mai 1944 wurde der Rüstungsbetrieb als "Nationalsozialistischer Musterbetrieb" ausgezeichnet. In diesem Jahr stieg die Belegschaftsstärke auf 2.653 Beschäftigte. Die Astrawerke entwickelten sich schließlich zu einer Waffenfabrik mit einem Rüstungsanteil von über 80 Prozent im Jahr 1944. Wilhelm Dannhof war als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens tätig, und auch sein Sohn Erich Dannhof war Aufsichtsratsmitglied der Astrawerke. Nach Kriegsende wurde in der sowjetischen Besatzungszone die vollständige Demontage des Werkes II angeordnet, so dass die ehemaligen Teilhaber in den Folgejahren ausscheiden mussten. Die Astrawerke AG wurde als Kriegsverbrecher angeklagt und das Unternehmen zum Volkseigenen Betrieb ernannt. Zu Zeiten der DDR-Regierung gehörte das Unternehmen zum Kombinat Robotron. In den Jahren 1990 bis 1993 war die Gesellschaft als Robotron Ascota AG ins Handelsregister eingetragen." (besucht: 29.11.2015)

gnd