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Kreismuseum Grimma Sammlung der Privilegierten Schützengesellschaft Grimma

Collection: Sammlung der Privilegierten Schützengesellschaft Grimma ( Kreismuseum Grimma )

About the collection

Die Privilegierte Schützengesellschaft zu Grimma bestand bis 1945. Viele der Scheibn wurden vom Kunstmaler Walter Artus in den 20er bis 40er Jahren des 19. Jahrhunderts gefertigt. Die Sammlung enthält neben den Königsscheiben auch sogenannte Anschuss- und Abschussscheiben. Bei letzteren handelt es sich um Scheiben, mit denen das Schützenjahr im März-Mai begann bzw. im Herbst mit dem Abschießen endete. Gestiftet wurden die bemalten Scheiben in der Regel vom amtierenden Schützenkönig oder Kommandanten beziehungsweise sonstigen Vereinsmitgliedern. Der Schützenkönig bestimmte das Motiv für die Scheibe des nächsten Schützenfestes und gab diese dann bei einem Kunst- oder Hobbymaler in Auftrag. Da Walter Artus in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts der einzige Kunstmaler in Grimma war, bekam er entsprechend viele Aufträge.Die großen Schützenfeste wurden stets in den Sommermonaten abgehalten. Hier ging es darum, während des einwöchigen Festes den Schützenkönig zu ermitteln. Während dieser Zeit waren, entweder auf der Schützenwiese beim Schützenhaus oder der Festwiese beim Schützenhof (Berghotel), zahlreiche Buden und Schaustände aufgebaut, so dass die Schützenfeste den Charakter eines Volksfestes für die ganze Stadt annahmen. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts erfreuten sich die Grimmaer Schützenfeste auch überregionaler Beliebtheit, so dass es normal war, das selbst die Leipziger in Scharen nach Grimma pilgerten.

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