museum-digitalsachsen
STRG + Y
de
Städtische Museen Zittau Zittauer Epitaphienschatz [23402]
Emporentafel Maria Eberhard (Städtische Museen Zittau RR-R)
Herkunft/Rechte: Städtische Museen Zittau / Jürgen Matschie (RR-R)
1 / 1 Vorheriges<- Nächstes->

Emporentafel Maria Eberhard

Kontakt Zitieren Datenblatt (PDF) Entfernung berechnen Archivversionen Zum Vergleich vormerken Graphenansicht

Beschreibung

Darstellung/Ikonographie: Das Epitaph besteht aus einem Gemälde, das die Grablegung Christi zeigt, und aus einer Memorialinschrift. Das Thema der Grablegung war für Epitaphien beliebt und ist mit dem Epitaph für die Familie Barsch nochmals vertreten. Der Sarkophag, um den sich die Trauernden versammelt haben, ist in einer Grabhöhle aufgestellt, die die Szenerie in ungewöhnlicher Weise dominiert. Im Hintergrund öffnet sich eine weite Landschaft mit der Silhouette der Stadt Jerusalem, dahinter Golgatha mit den drei Kreuzen. Unter den Trauernden stehen ein Mann und eine Frau links separiert – der Bildfunktion nach dürfte es sich um Maria und Johannes handeln. Beim Mann ist jedoch die um 1700 zeittypische Frisur und Barttracht erkennbar – offensichtlich handelt es sich um Gottfried und Maria Eberhard, die sich hier in der biblischen Szene darstellen ließen, wie es in dieser Zeit häufiger zu beobachten ist.
Zur Person/Familie: Maria Eberhard entstammte der Familie Schnitter. Sie wurde am 9. Mai 1636 in Zittau geboren und starb ebenda am 15. September 1681. Sie war in erster Ehe mit Gottfried Denicke, einem Sohn Bartholomäus Denickes verheiratet. Nach dessen Tod um 1665 heiratete sie den Zittauer Ratsherrn Gottfried Eberhard. Sie erbte den Bierhof Markt 11, den sie umgehend ihrem zweiten Ehemann veräußerte. Da diese Ehe kinderlos blieb, fiel der Bierhof später wieder an die Familie Denicke zurück.
Kommentar: Die Malerei fällt durch ihre intensive, teils pastellige Farbigkeit auf. Die Pinselführung des Malers wirkt grob und deutlich sichtbar, teilweise scheinen die Farben pastos aufgetragen zu sein. Die Faltenwürfe wirken durch die unorganischen Brechungen etwas unbeholfen, die Gesichter scharf gezeichnet und nicht sehr räumlich. In der Wirkung sehr ähnlich ist das Bild des Epitaphs für Maria Elisabeth Alert, möglicherweise besteht hier ein künstlerischer Zusammenhang. Die Malerei ist derjenigen des Retabels der Spittelkirche (1680) sehr ähnlich.

Material/Technik

Holz mit farbiger Fassung / bemalt

Maße

Länge
110 cm
Breite
135 cm
Höhe
13 cm

Literatur

  • Knüvener, Peter (Hrsg.) (2018): Epitaphien, Netzwerke, Reformation : Zittau und die Oberlausitz im konfessionellen Zeitalter. Görlitz, Seite 503f
Städtische Museen Zittau

Objekt aus: Städtische Museen Zittau

Mit einem Geschenk aus Wien - einer zylindrischen Säulchensonnenuhr - beginnt am 13. Juni 1564 die Zittauer Sammlungsgeschichte. Wissenschaftliche...

Das Museum kontaktieren

[Stand der Information: ]

Hinweise zur Nutzung und zum Zitieren

Die Text-Informationen dieser Seite sind für die nicht-kommerzielle Nutzung bei Angabe der Quelle frei verfügbar (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Als Quellenangabe nennen Sie bitte neben der Internet-Adresse unbedingt auch den Namen des Museums und den Namen der Textautorin bzw. des Textautors, soweit diese ausdrücklich angegeben sind. Die Rechte für die Abbildungen des Objektes werden unterhalb der großen Ansichten (die über ein Anklicken der kleineren Ansichten erreichbar werden) angezeigt. Sofern dort nichts anderes angegeben ist, gilt für die Nutzung das gerade Gesagte. Auch bei der Verwendung der Bild-Informationen sind unbedingt der Name des Museums und der Name des Fotografen bzw. der Fotografin zu nennen.
Jede Form der kommerziellen Nutzung von Text- oder Bildinformationen bedarf der Rücksprache mit dem Museum.