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Person/InstitutionGenghis Khan (1155-1227)x
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Manuskriptillustration: Totenklage um Alanqo’as Gatten

GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig Asiatische Kunst. Impulse für Europa [B. 1911.15]
Manuskriptillustration: Totenklage um Alanqo’as Gatten (Grassi Museum für Angewandte Kunst CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Grassi Museum für Angewandte Kunst / Christoph Sandig (CC BY-NC-SA)
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Description

Die Moguldynastie, die seit dem 16. Jahrhundert weite Teile des indischen Subkontinents beherrschte, berief sich mit Stolz auf ihre turko-mongolische Herkunft. So verwundert es nicht, dass Kaiser Akbar (reg. 1556–1605) besonderes Interesse für die Mongolengeschichte des Wesirs Raschid ad-Din Fasl-Allah († 1318) zeigte. In den 1590er Jahren beauftragte er offenbar sein Atelier zunächst, eine aus dem 14. Jahrhundert stammende, aber trotz Zufügung einiger Illustrationen Ende des 15. Jahrhunderts noch immer unvollendet gebliebene Handschrift dieses Werkes zu komplettieren. 1596 war dann eine neue Abschrift, nun das Dschingisname genannt, fertiggestellt und wurde von den besten Künstlern des Hofateliers illustriert. Zu den einst über hundert Miniaturen, von denen sich die meisten noch im jetzt in Teheran aufbewahrten Kodex befinden, gehört auch die vorliegende Illustration. Das Dschingisname erzählt die Geschichte Dschingis-Chans, die seiner Vorfahren und seiner Nachkommen. Die Beweinung des Dobun Bayan bildet den Auftakt zur Genealogie des Dschingisidenclans, der sich vom jüngsten Sohn der Alanqo’a ableitet. Die Komposition ist geschickt um den großen Textblock herum aufgebaut, mit dem der neue Abschnitt beginnt. Sie gewährt einen Einblick in den Harem, in dem der Tote von den Frauen des Hauses beklagt wird. Eine diagonale Mauer trennt ihn von einem äußeren Bereich ab, in dem die Männer um den Herrscher trauern. Palastarchitektur und Kleidung der Beteiligten entsprechen der Akbar-Zeit. Räumliche Tiefe (wie im Zentrum des Bildes) und ein gewisses Volumen der Architektur sind ein allgemeines Kennzeichen der Mogulmalerei jener Periode. (Text: Karin Rührdanz)

Ankauf aus der Sammlung Ph. Walter Schulz, Berlin, 1911.

Material/Technique

Deckfarben und Gold auf Papier

Measurements

Blatt: Höhe 35,4 cm, Breite 24,2 cm; Miniatur: Höhe 33,2 cm, Breite 20,3 cm

Literature

  • GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig (Hrsg.) (2009): Ständige Ausstellung. Asiatische Kunst - Impulse für Europa. Leipzig, S. 186
GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Object from: GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Kaum fünf Gehminuten vom zentralen Augustusplatz entfernt, liegt das weitläufig angelegte, zwischen 1925 und 1929 erbaute Grassimuseum. Das Gebäude...

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