museum-digitalsachsen

Close

Search museums

Close

Search collections

Museum für Naturkunde Chemnitz Petrographie [P4137]

Kristalltuff

Kristalltuff (Museum für Naturkunde Chemnitz RR-F)
Provenance/Rights: Museum für Naturkunde Chemnitz / Michael Junge (RR-F)

Description

So wie Dresden von Sandstein, wird das Chemnitzer Stadtbild noch heute maßgeblich von Tuffstein geprägt. Über 800 Jahre lang war Porphyrtuff für Chemnitz und Umgebung der bedeutendste natürliche Baustein. Aufgrund seiner geringen Härte ist das Gestein vulkanischen Ursprungs gut zu bearbeiten. Bis Anfang des 18. Jahrhunderts wurde es für repräsentative Bauten wie Schlösser und Kirchen verwendet. Im 19. Jahrhundert führten neu entstehende Wohngebiete zu einer großen Nachfrage an Werksteinelementen für die Schmuckfassaden der Reihenhäuser. Auch Fenster- und Türgewände wurden in großer Zahl aus Tuff hergestellt. Seine offene Porosität und Weichheit führte zwar bei Feuchtigkeit bald zur Verwitterung, dennoch konnte sich der Porphyrtuff bis Anfang des 20. Jahrhunderts als zentrales Baumaterial behaupten. Er konnte leicht abgebaut werden und die Steinbrüche lagen in Mitten der Stadt Chemnitz.
Lange Zeit hatte man angenommen, der Zeisigwald-Tuff sei das Ergebnis von Schlammströmen. Erst durch den Vergleich mit aktuellen Vulkanausbrüchen konnte erkannt werden, dass es sich um das Produkt ausgeworfenen, fein zerstäubten bzw. sich als Glutwolken abgelagerten Magmas handelt. Mit dem Ausbruch des Mount Pelée auf der Karibikinsel Martinique am 8. Mai 1902 hat dieser Ausbruchstyp seinen Namen erhalten. „Nuées ardentes“ (Glutwolken) nannte Ferdinand André Fouqué die dem Vulkan entströmende Suspension aus heißen Gasen und feinen Aschepartikeln, und Alfred Lacroix führte den Begriff in die wissenschaftliche Literatur ein.

Material / Technique

Naturobjekt präpariert

Measurements ...

50x21x18 cm

Collected ...
... who:
... where

Literature ...

Links / Documents ...

Tags

[Last update: 2019/02/08]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.