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Museum Niesky Johann-Raschke-Haus Neue Dauerausstellung - Bereich 2-4 - Niesky im 18. und 19. Jh.

Neue Dauerausstellung - Bereich 2-4 - Niesky im 18. und 19. Jh.

Auswahl der Exponate für die neue Dauerausstellung - Bereich 2-4 Niesky im ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert, Entwicklung von Handwerk und Hausgewerbe, politische Entwicklung - Trennung Brüdergemeine-politische Gemeinde

[ 9 Objects ]

Werbeschild "H. R. Gellers Tannin-Balsam-Fett-Seife"

Dieses Werbeschild wurde von der Firma H. R. Geller für den Betriebszweig der Seifensiederei genutzt. Gegründet wurde dieser Handwerksbetrieb 1754 als Seifensiederei-Lichtezieherei von Friedrich Oswald Geller. Es war einer der Herrnhutischen Handwerksbetriebe aus der Gründungszeit Nieskys, der bis ins 20. Jahrhundert hinein bestand hatte.

Werbeschild "H. R. Gellers Tannin-Balsam-Fett-Seife"

Werbeblatt "Fett-Seife" (1)

Dieses Blatt war vermutlich um das Produkt gewickelt, welches es beworben hat. Bei dem Produkt handelt es sich um Tannin-Balsam-Fett-Seife aus der Seifenfabrik H. R. Geller. Mittig ist ein Foto der Fabrik abgebildet, die 1754 von Friedrich Oswald Geller gegründet wurde.

Werbeblatt "Fett-Seife" (1)

Siegelstempel mit Holzgriff

Das Siegelstück ist wahrscheinlich aus Messing und hat eine ovale Form. Darin eingeprägt ist "Gerberei der Brüdergemeine zu Niesky". Der Griff ist aus dunklem Holz, es könnte sich um Nussbaum handeln, gedrechselt und im Vergleich zur Stempelfläche am oberen Ende, wo man ihn festhält, kreisförmig.

Siegelstempel mit Holzgriff

Kaffeebüchse "Riis-Thum-Kaffee"

Die Firma "Riis & Co" ist ein Gewerbe, das der Brüdergemeine angeschlossen war. Die Lebensmittelhandlung der Brüder-Unität befand sich in Niesky am Zinzendorfplatz, Ecke Ödernitzer Straße. Das 1755 errichtete Gebäude wurde im April 1945 zerstört, und 1964 durch einen Wohnblock mit Ladenunterbau ersetzt. Erster Leiter des Geschäfts bis 1766 war Daniel Düringer. Seit der Geschäftsübernahme von Friedrich Matthäus Riis im Jahre 1807 führte die Handlung den Namen „Riis & Co“.
Mittig auf der roten Kaffeebüchse ist das Logo der Firma abgebildet, ein "R" über einem "T" - für Riis und Thum - in einer Kaffeekanne.

Kaffeebüchse "Riis-Thum-Kaffee"

Paar Strohschuhe (2)

Nach 1945 fertigten Frauen in einer Nieskyer Strohfabrik dieses Paar Schuhe an. Dabei wurde das Stroh angefeuchtet und daraus Zöpfe geflochten und dann in Form gebracht. Anschließend wurden mehrere dieser Strohzöpfe zusammen genäht. Die Schuhgröße beträgt etwa Größe 40.

Paar Strohschuhe (2)

Paar Strohschuhe

Nach 1945 fertigten Frauen in einer Nieskyer Strohfabrik dieses Paar Schuhe an. Dabei wurde das Stroh angefeuchtet und daraus Zöpfe geflochten und dann in Form gebracht. Anschließend wurden mehrere dieser Strohzöpfe zusammen genäht. Die Schuhgröße beträgt etwa Größe 39.

Paar Strohschuhe

Farbtafel - Musterkarte

Diese Farbtafel wurde für die Höpner & Co. Lackfabrik von der Firma Musterkarten-Industrie Mondry & Co. im heutigen Zgorzelec, was damals noch Görlitz war, hergestellt. Es sind eine Auswahl von Farbtönen auf den Innenseiten jeweils einzeln aufgeklebt.

Farbtafel - Musterkarte

Spardose "Gemeinde- Spar- und Girokasse zu Niesky"

Die schwarz-goldene Spardose ist an der Unterseite mit einem Schlüssel zu öffnen. Dabei kann der Unterboden vom restlichen Korpus der Dose abgehoben werden und das darin gesammelte Geld entfernt werden, welches man zuvor entweder durch den kleinen Schlitz an der oberen Seitenkante - vor allem Münzen - oder das kleine runde Loch, das vermutlich für zusammengerollte Scheine gedacht war, reinsteckte. An der Vorderseite unterhalb des Schlitzes ist das blecherne Firmenschild "Gemeinde- Spar- und Girokasse zu Niesky" mit zwei kleinen Nieten angebracht.

Spardose "Gemeinde- Spar- und Girokasse zu Niesky"

Lehr-Brief 1913 Fritz Maroske

Dieses Dokument ist der Lehrbrief von Fritz Maroske, der vom 1. April 1910 bis 1. April 1913 eine Stellmacherlehre absolvierte. Es wurde von der Handwerkskammer in Liegnitz ausgestellt und bezeugt das Lehr- und Prüfungszeugnis sowie die Gesellenprüfung für das Stellmacher-Handwerk. Das heißt, Maroske hat gelernt, wie man Räder, Wagen und ähnliches herstellt.

Lehr-Brief 1913 Fritz Maroske